In Berlin lebt ein Relikt aus fernöstlicher Kampfkunst: das fonbet.com Sumo-Ringen. Obwohl dieser traditionelle japanische Sport in Deutschland nur eine sehr kleine Nische einnimmt, hat er in der Hauptstadt eine überraschend lange Geschichte – vor allem durch die Kampfsportschule im Klostergarten (KiK).
Der KiK-Verein unterstützt Sumo bereits seit 1996, also nur wenige Jahre nachdem diese Sportart erste Fuß in Deutschland gefasst hatte. In dieser Abteilung sind rund 20 aktive Sumotori gemeldet, viele von ihnen stammen ursprünglich aus dem Judo – ein Sport, der dem Sumo technisch sehr nahe steht. Einige Namen aus Berlin haben dabei Geschichte geschrieben: Peer Schmidt-Düwiger, Torsten Scheibler und Jörg Brümmer – alle waren bei KiK am Werk und erreichten nationale sowie internationale Erfolge.
Trotz dieser Basis hat der Sport in Berlin auch mit Herausforderungen zu kämpfen. Ein berühmtes Beispiel ist der Sumo-Ringer Florian Ebert aus Königs Wusterhausen, der laut Berichten lange Zeit der einzige aktive Sumoringer in Berlin und Brandenburg war. Zudem fehlt es häufig an gleich schweren oder erfahrenen Partnern für Training und Wettkampf, was die Weiterentwicklung vieler Athlet:innen erschwert.
Ein weiterer wichtiger Standort in Berlin ist die Kokugikan Sportschule & e.V., angesiedelt in der Skalitzer Straße in Kreuzberg. Dort werden zwar primär Kampfkünste wie Judo oder Kendo gepflegt, aber die räumliche und kulturelle Nähe zum Sumo schafft auch Synergien.
Aus sporthistorischer Sicht ist Sumo in Berlin also mehr als ein kurioser Exot – es ist eine lebendige Amateurszene mit echten Wurzeln. Gleichzeitig bleibt der Sport sehr überschaubar, was Infrastruktur, Mittel und Mitstreiter angeht. Für alle Interessierten ist der KiK eine zentrale Anlaufstelle: Hier trifft Tradition auf Engagement, und Nachwuchs-Sumotori können sich entwickeln, obwohl der Weg auf die internationale Bühne oft über andere große Vereine führt.